PackTalk ist ein Blog für die medizinische Verpackungsindustrie

Interesse wecken bei den nächsten führenden Anbietern von medizinischen Verpackungen (Teil 2)


Veröffentlicht am 5. Juli 2022

Es ist erstaunlich, wie viele Kenntnisse ein Verpackungsfachmann für Medizinprodukte haben muss. Ich habe die Entwicklung bereits in jungen Jahren miterlebt und konnte im Handumdrehen lernen, was ich weiß – und ich lerne immer noch mehr dazu! Auch wenn die Entwicklung noch andauert, gibt es nach wie vor eine große „Eintrittsbarriere“, die Berufseinsteiger zu Beginn überwinden müssen. Nicht nur, um Vorschriften und Normen zu verstehen, die sie bei der Durchführung der technischen Seite ihrer Arbeit einhalten müssen – bis hin zu grundlegenden Qualitätssystemen.

Unternehmen leisten nicht immer gute Arbeit, wenn es darum geht, ihren neuen Mitarbeitern Qualitätssysteme näherzubringen, warum sie existieren und wie wir dahin gekommen sind, wo wir jetzt sind. All dies kann es schwierig machen, jüngere Fachkräfte zu überzeugen und sie für die Verpackung von Medizinprodukten zu begeistern. Wenn wir als Mitglieder dieser Community unsere Arbeit – sowohl technisch als auch beruflich und persönlich – nicht gut machen, besteht ein hohes Potenzial, dass diese Nachwuchskräfte in einfachere und spannendere Bereiche der Verpackungsindustrie abwandern. Wenn ich ein junger Berufstätiger wäre, der jetzt in den Arbeitsmarkt einsteigt, weiß ich nicht, ob ich bleiben würde, mit allem, was ich wissen müsste, um ein Fachmann für funktionelle Verpackungen zu werden. 

Wir müssen dafür sorgen, dass diese jungen Fachkräfte bleiben, und wir müssen ihnen einen Grund geben, zu bleiben. 

Wir müssen ihnen Raum schaffen, damit sie zu uns kommen – und sie willkommen heißen. 

Wir müssen ihnen unser Wissen vermitteln.

Wir müssen einen Weg finden, ihr Feuer für die Verpackung von Medizinprodukten zu entfachen, damit diesen Bereich als eine lohnenswerte Karriere betrachten.  

Persönlicher ausgedrückt: Diese jungen Fachleute werden die Verpackungen für die Produkte erstellen, die an uns im Alter angewandt werden. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich möchte, dass sie Erfolg haben! Dafür musste ich etwas tun – und glücklicherweise erlaubte mir die Rolle, die ich derzeit bei DuPont einnehme, zu handeln.

Nachdem ich die Bestätigung hatte, dass wir wirklich ein Problem mit der Bereitstellung solider Informationen und Schulungen hatten, begann ich, mit anderen in der Branche zu sprechen. Ich wollte einen Verpackungsgrundlagenkurs speziell für die Verpackung von Medizinprodukten entwickeln, der Folgendes leistet:

  1. Es sollte ein von der Industrie geführtes und getragenes Unterfangen sein, das nicht einem, sondern allen gehört. Nicht im Besitz von einem oder einigen Unternehmen ist und diese daraus Profit ziehen lässt, sondern als Liebesdienst von jedem in der Branche gedacht ist, der daran interessiert ist, entsprechende Inhalte zu erstellen und jungen Fachkräften und Neueinsteigern in unserer Branche zur Verfügung zu stellen und so ihr Feuer für das Verpacken von Medizinprodukten zu entfachen, damit sie sich in diese Industrie verlieben können, so wie es bei mir und so vielen anderen war.

  1. Er sollte allen Branchenfachleuten offen stehen, die Schulungen und Informationen wünschen oder benötigen. 

  1. Er sollte erschwinglich sein, sodass die Unternehmen, in denen diese Fachkräfte arbeiten, es als eine gute Investition betrachteten. 

  1. Er sollte praxisbezogen sein und den jungen Ingenieuren die Möglichkeit bieten, die Materialien und Ausrüstungen zu berühren, zu fühlen und damit zu experimentieren – und den Teilnehmern die Gelegenheit bieten, die Menschen zu treffen, die so viel über diese Materialien wissen, und Beziehungen zu knüpfen, die für uns alle bei unseren Erfolgen so wichtig sind (wo wäre einer von uns ohne unsere Lieferanten, #habeichrecht?); und schlussendlich: 

  1. Sämtliche Erlöse sollten reinvestiert werden, um junge Ingenieure zu Branchenveranstaltungen zu bringen, um ihnen zu zeigen, wie cool die Industrie der Medizinprodukte-Verpackungen ist. 

Daher habe ich beschlossen, dass das Medical Device Packaging Technical Committee (MDPTC) des Institute of Packaging (IoPP) das beste Zuhause dafür wäre. Vom Beginn der Gespräche im Jahr 2017 über die Erarbeitung der technischen Details im Jahr 2018 und Anfang 2019 begannen wir Ende 2019 mit dem Aufbau des Kurses – mit etwa 30 bis 40 Fachleuten aus der Industrie, die sich freiwillig meldeten. Fachleute aus allen Teilen der Wertschöpfungskette, die an der Herstellung der sterilen Barriere beteiligt sind: Medizinprodukte-Hersteller, Materiallieferanten und Ausrüstungslieferanten … Die ursprünglich geplante Eröffnungssitzung sollte im Herbst 2020 auf der PackExpo in Chicago stattfinden, aber wir alle wissen, was stattdessen kam!  

Mit zwei Jahren Verspätung steht der Kurs für den kommenden Herbst 2022 auf der PackExpo in Chicago wieder auf dem Plan. Er wird erschwinglich sein, er wird praktisch sein, er wird von der Industrie gefördert und der Erlös wird investiert, um junge Verpackungsfachleute in die Welt der Medizinprodukte einzuladen.  

Ich hoffe, Sie freuen sich genauso sehr wie ich über den Start dieses Projekts, das die nächste Generation leitender Verpackungsingenieure im Bereich der medizinischen Verpackungen unterstützt wird!  

Jennifer Benolken
MDM & Regulatory Specialist, Verpackungstechnik, Tyvek®, Medizinverpackung

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