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Webinar-Rückblick: Alternative Sterilisation für medizinische Verpackungen: ausführlicher Exkurs zu Chlordioxid

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Vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Anforderungen, Lieferkettenbeschränkungen und Nachhaltigkeitsprobleme, die herkömmliche Sterilisationsverfahren in Frage stellen, strebt die Industrie nach alternativen Lösungen. Oliver führt im Jahr 2026 eine Webinar-Reihe durch, die sich auf die neuesten Sterilisationsverfahren in der Industrie und deren Auswirkungen auf Verpackungen konzentriert. Im ersten Webinar dieser Reihe präsentierte ClorDiSys eine alternative Methode: Chlordioxid (ClO2).

Die Sitzung bot Verpackungsfachleuten einen Überblick über die Sterilisation mit Chlordioxid, ihre Funktionsweise, ihre Positionierung im Vergleich zu etablierten Methoden wie Ethylenoxid (EO) und ihre Auswirkungen auf die Verpackungsentwicklung und Materialauswahl.

Der Auftakt

Das Webinar wurde mit einer Einordnung in das heutige Sterilisationsumfeld eröffnet. In der Medizinverpackungsindustrie sind die Methoden mit EO und die Gammastrahlung nach wie vor dominierend. Beide werden jährlich zur Sterilisation von Milliarden medizinischer Einwegprodukte eingesetzt, sehen sich jedoch zunehmend mit regulatorischen, ökologischen und logistischen Herausforderungen konfrontiert. Anstatt EO oder Gamma zu ersetzen, strebt die Branche nach Diversifizierung und innovativen Alternativen wie ClO2.

Chlordioxid-Sterilisation verstehen

Emily Lorcheim, Vice President of Sterilization Technologies bei ClorDiSys, gab einen detaillierten Überblick über die wissenschaftlichen Grundlagen von Chlordioxid und seinen Einsatz bei der Sterilisation. Sie hinterfragte das Vorwissen und stellte mit den Teilnehmern verschiedene Überlegungen zur Chlordioxid-Sterilisation an.

Bei der Sterilisation mit der Chlordioxid-Methode sind hauptsächlich vier Faktoren zu beachten: Konzentration, Dosierung, relative Luftfeuchtigkeit und Druck. Die Konzentration hat einen Einfluss auf die Verfahrensdauer, jedoch nicht auf ihre Effektivität; das bedeutet, je höher die Konzentration, desto kürzer der Zyklus. Die Dosierung wird durch die Multiplikation von Konzentration und Zeit festgelegt. Um die validierten Anforderungen zu erfüllen, kann bei einem vergrößerten Verpackungsvolumen eine höhere Dosierung erforderlich sein. Bei relativer Luftfeuchtigkeit hilft ein konstanter Wert zwischen 65 % und 75 % bei der Gaspenetration. Darüber hinaus kann bei umfangreichen Verpackungen eine längere Konditionierung erforderlich sein. Der Druck sollte zwischen Umgebungsdruck und 5 kPa liegen und sich für eine verbesserte Gaspenetration mit zunehmender Komplexität des Produkts erhöhen.

Vergleich von Chlordioxid und Ethylenoxid

Ein großer Teil des Webinars bestand aus dem direkten Vergleich von Chlordioxid und EO. Obwohl beide hochwirksame gasförmige Sterilisationsmittel mit einer breiten Materialverträglichkeit sind, hat Chlordioxid in spezifischen Anwendungen Vorteile:

  • Nicht-karzinogen und nicht-explosiv

  • Deutlich kürzere Zykluszeiten 

  • Keine Emissionen

  • Nicht nachweisbare, sichere Rückstände 

Auswirkungen auf Verpackungsentwicklung und Materialien

Jeremy Elwell, Technical Services Manager bei Oliver Healthcare Packaging, ergänzte die Diskussion mit Hinweisen zu Verpackungsaspekten bei der Sterilisation mit Chlordioxid. Er berichtete, dass die Ergebnisse aus gemeinsamen Tests von Oliver und ClorDiSys eine hohe Verträglichkeit von Chlordioxid mit gängigen flexiblen sterilen Materialien mit steriler Barriere zeigten, beispielsweise:

  • Beschichtetes und unbeschichtetes DuPont Tyvek®

  • Medizinisches Papier und Materialien auf Zellulosebasis

  • Beutelfolien auf Polyester- und Nylon-Basis

Mit einem Test für beschleunigte Alterung wurden Versiegelungsstärke, Durchstoßfestigkeit, Zugeigenschaften und Langzeitleistung evaluiert. Die Resultate über sämtliche Konfigurationen hinweg zeigten im Vergleich zu nicht sterilisierten Kontrollen keine nachteiligen funktionellen Effekte im Verlauf der Zeit.

Jeremy diskutierte auch potenzielle Risiken wie das Verrutschen der Versiegelung und der Folienablösung, die bei jeder Gassterilisationsmethode auftreten können. Er betonte, dass diese Risiken durch eine angemessene Materialauswahl und Verpackungsentwicklung kontrollierbar sind, was die Bedeutung einer frühzeitigen Zusammenarbeit zwischen Produkt-, Verpackungs- und Sterilisationspartnern verstärkt.

Studie zur Sterilisationskompatibilität

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Zentrale Thesen

Das Webinar schloss mit mehreren eindeutigen Botschaften für Fachleute in den Bereichen Verpackung und Produkte:

  • Chlordioxid stellt eine sichere und effektive Sterilisationsmethode dar. 

  • Die Chlordioxid-Sterilisation ist mit einer Vielzahl von Produkten und Verpackungsmaterialien kompatibel.

  • Eine durchdachte Verpackungsentwicklung und Materialauswahl sind nach wie vor genauso entscheidend wie ein Verständnis für den Kreislaufprozess und die Parameter für ein erfolgreiches steriles Barriere-System. 

  • Neue Sterilisationsmethoden gewinnen zunehmend an Bedeutung, und Chlordioxid sollte als eine von vielen dieser wachsenden Optionen betrachtet werden.

Das komplette Webinar finden Sie unten. 

Alternative Sterilisation für medizinische Verpackungen: Chlordioxid

Sehen Sie sich die Webinar-Aufzeichnung an. 

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