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Chinas wachsende Rolle in der Lieferkette für Medizinprodukte

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Der globale Markt für Medizinprodukte hat in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum verzeichnet, angetrieben von kontinuierlicher Innovation und der zunehmenden Alterung der Bevölkerung. Dank seiner Fertigungskapazitäten, logistischen Vorteile und politischer Unterstützung hat sich China zu einem zentralen Knotenpunkt in der globalen Lieferkette für medizinische Produkte entwickelt. Sehen wir uns die Gründe genauer an:  

1

Fertigungskapazitäten

China hat sich zu einer der weltweit größten Lieferketten für Medizinprodukte entwickelt. Dies umfasst vorgelagerte Bereitstellung von Rohstoffen (z. B. medizinische Kunststoffe, elektronische Komponenten), Forschung und Entwicklung sowie Fertigung und den nachgelagerten Vertrieb. Das Produktspektrum reicht von kostengünstigen Verbrauchsmaterialien (z. B. Spritzen, Gesichtsmasken) bis hin zu Geräten mittlerer Preisklasse (z. B. Patientenmonitore, Ultraschallgeräte). China verzeichnet zudem zunehmend steigende Chancen im Bereich komplexer High-End-Geräte (z. B. CT-Scanner, MRT-Geräte). Diese umfassende Abdeckung unterstreicht die Rolle Chinas in der Medizinprodukteherstellung 
2

Transformation des Import-Export-Handels mit Medizinprodukten

Aktuelle Daten zeigen, dass Chinas Exportwert im Bereich Medizinprodukte im Jahr 2024 48,75 Milliarden USD erreichte, ein Anstieg von 7,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Importe beliefen sich auf 35,8 Milliarden USD, was einem Rückgang von 4,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Historisch gesehen war China bei Medizinprodukten im mittleren und oberen Marktsegment lange Zeit auf Importe angewiesen – mit mehr Importen als Exporten. Mit dem rasanten Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat das Land jedoch der Gesundheitsbranche Priorität eingeräumt. Dies führte zu einer umfassenden industriellen Modernisierung durch erhöhte Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Rekrutierung von Fachkräften und eine unterstützende Politik. Diese Maßnahmen haben durch die Förderung von Innovation und inländischer Substitution einen riesigen Marktraum für inländische Medizinunternehmen geschaffen.  

Heute ist China ein bedeutender Exporteur von Medizinprodukten und beliefert Märkte weltweit. Über traditionelle Märkte wie die Vereinigten Staaten (USA), die Europäische Union (EU) und Japan hinaus hat China im Rahmen der Belt-and-Road-Initiative (Neue Seidenstraße) die Zusammenarbeit in der medizinischen Lieferkette mit Schwellenländern in Südostasien und dem Nahen Osten vertieft. 

3

Umbau der Lieferkette durch politische Veränderungen

Geopolitische Faktoren haben in den letzten Jahren die globale Lieferkette für Medizinprodukte beeinflusst und sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die chinesische Medizinproduktebranche mit sich gebracht – insbesondere die Zollerhöhungen der USA und die Marktzugangsbeschränkungen der EU. 

Seit den Handelskonflikten zwischen den USA und China haben die USA Zölle zwischen 7,5 % und 25 % auf verschiedene Medizinprodukte aus China erhoben. Im April 2025 kündigten die USA eine „reziproke Zollpolitik“ an, die die Zölle für einige Produkte auf ein hohes Niveau erhöhte. Kurz darauf verkündete die EU unter Berufung auf Sicherheitsbedenken ein fünfjähriges Verbot für chinesische Unternehmen, an groß angelegten Ausschreibungen für Medizinprodukte (über 5 Millionen Euro/41,08 Millionen RMB) im Rahmen des International Procurement Instrument (IPI) teilzunehmen. 

Diese politischen Veränderungen haben chinesische Unternehmen dazu veranlasst, ihre Strategien anzupassen. Einige dieser Strategien umfassen die Verlagerung von Teilen der Produktionskapazität in Regionen wie Südostasien, den Nahen Osten oder Europa, die Erhöhung der Investitionen in Forschung und Entwicklung, um technologische Innovationen voranzutreiben, und die Beschleunigung des Aufbaus eines neuen Lieferkettennetzwerks mit „Inlandsautonomie und Auslandsverteilung“, um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. 

Um den durch geopolitische Risiken bedingten Unsicherheiten in der globalen Lieferkette zu begegnen, haben ausländische Medizintechnikunternehmen außerdem ihre Investitionen in China erhöht. Multinationale Unternehmen wie Siemens, GE und Medtronic haben in Städten wie Shanghai und Shenzhen Forschungs- und Entwicklungszentren sowie Zentren für die High-End-Produktion eingerichtet. Gleichzeitig haben lokale chinesische Medizintechnikunternehmen ihre Investitionen im Ausland ausgeweitet, von lokalisiertem Marketing und Logistik bis hin zur Produktion, um auf die internationale Marktnachfrage zu reagieren und die Risiken in der Lieferkette zu diversifizieren. 

Quellen: 

https://mp.weixin.qq.com/s/b7Olnpj9_0REBXMzdGSPrg 

https://mp.weixin.qq.com/s/-ZiRDyRKEC2F97FC_j9pkw 

https://mp.weixin.qq.com/s/ymann2Fe7NrC6D91yt-mOg 

https://www.toutiao.com/article/7485960059189576219/?upstream_biz=doubao&source=m_redirect 

https://www.toutiao.com/article/7460357280605766159/?upstream_biz=doubao&source=m_redirect 

https://www.toutiao.com/article/7485610741614035493/?upstream_biz=doubao&source=m_redirect 

 

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