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Mein Warum: Wie die Verpackungsbranche einen idealen Karriereweg für Studenten wie mich bereitet


Veröffentlicht am 2. November 2021

Als Studentin der University of Wisconsin-Stout stehe ich kurz vor dem Eintritt ins Berufsleben und dem Beginn meiner Vollzeitkarriere als Verpackungsingenieurin. Da ich mich so sehr für diesen Studiengang – und für diese Branche – interessiere, möchte ich, dass die Leute mehr darüber erfahren, worum es dabei geht und wie ein Karriereweg aussehen könnte. Im Moment gibt es mehr Stellen für Verpackungsingenieure als Absolventen, die sie besetzen können, und das ist eine gute Nachricht für uns! In der Regel entscheiden sich Studierende für diese Branche, weil sie jemanden kennen, der in dieser Branche tätig ist, oder weil sie den Studiengang wechseln, nachdem sie mehr darüber gehört haben. Ich hingegen wusste schon seit der Highschool, dass ich in die Verpackungsindustrie gehen wollte.

Mit siebzehn Jahren wurde ich durch einen einflussreichen Lehrer, Randy Schullo, an der Rice Lake High School mit dem Thema Verpackung vertraut gemacht. Randy unterrichtete eine Klasse von IngenieurInnen, in der wir eine Schachtel mit Papiertaschentüchern auf möglichst kreative Weise neu gestalten sollten. Meine Schachtel war die einzige in der Klasse, die funktionierte, als sie fertig war! Daraufhin ermutigte mich Randy, mich an der University of Wisconsin-Stout mit dem Thema Verpackung zu beschäftigen. Seitdem gab‘s für mich kein Zurück mehr.  

Als Studentin für Verpackungstechnik im Aufbaustudium an der Stout habe ich den Fachschwerpunkt Grafik und Druck gewählt. Einer der Gründe, warum ich den Weg in der Verpackungsbranche eingeschlagen habe, war, dass ich den Kunstunterricht ebenso liebte wie die Wissenschaft. Der Studiengang und insbesondere dieser Schwerpunkt haben die Kluft zwischen meiner technischen und meiner kreativen Seite überbrückt, und so konnte ich in meinem Studiengang an der UW-Stout von beiden Welten profitieren.  

Ich werde oft gefragt, wie es ist, Verpackungstechnik zu studieren. Welche Art von Kursen besucht man da? Ich besuche jeden Tag Vorlesungen für 3 bis 4 Stunden. Die meiste Zeit der Vorlesungen verbringe ich in einer Laborumgebung. An der Stout haben wir drei Labore – eins für Materialtests, eins für den Vertrieb und meinen persönlichen Favorit, das Design Center. Alle Materialien, die wir in den Labors verwenden, werden von der Industrie kostenfrei bereitgestellt, was ein hervorragendes Beispiel für die großartigen Partnerschaften ist, die das Stout-Verpackungstechnikprogramm mit unseren Kollegen aus der Branche unterhält.

Als Studentin im Aufbaustudium arbeite ich auch an meinem Forschungsprojekt, in dem ich die Nachhaltigkeit von Verpackungen für Medizinprodukte untersuche. Nachhaltigkeit ist ein brandaktuelles Thema, sowohl in der Branche als auch unter den Studierenden. Ich würde sagen, dass sich etwa 75–80 % meiner Abschlussklasse auf die Erforschung nachhaltiger oder kompostierbarer Verpackungen konzentrieren. Dies ist ein großer Bereich, der uns sehr am Herzen liegt, und wir konzentrieren uns auf die Minimierung von Abfall und das Verständnis von Recyclingsystemen. Ein weiteres heißes Thema unter den Studierenden ist die Benutzerfreundlichkeit, die kürzlich in die ISO 11607 aufgenommen wurde.

Wie ich schon sagte, gibt es Menschen, die zufällig in die Verpackungsbranche geraten, und die wenigsten wachen morgens auf und denken: „Ich werde Verpackungstechnik für Medizinverpackungen studieren.“ Ich bin jedoch durch die Teilnahme an der Karrierekonferenz der UW-Stout im Jahr 2019 zur Medizinverpackung gekommen. Als Teil der Abschlussanforderungen für Studierende der Verpackungstechnik müssen wir ein so genanntes „Co-Op“ absolvieren, also ein 8- bis 9-monatiges betriebliches Praktikum, das auf die Studienleistungen angerechnet wird. Auf der Suche nach meinem ersten „Co-Op“-Praktikum stieß ich auf Smiths Medical. Das Team gefiel mir sehr gut, und ich hatte das Gefühl, dass ich dort eine Menge lernen könnte (was ich auch tat). Ich muss zugeben, dass sich meine Leidenschaft für Medizinverpackungen nicht über Nacht entwickelt hat. Langsam aber sicher begann ich, mir ein Wissen über Medizinverpackungen anzueignen. Während meines Praktikums habe ich diese innovative Branche lieben gelernt. Zurzeit baue ich mein Wissen über die Branche weiter aus, indem ich bei Oliver als Praktikantin im Produktmanagement arbeite!

Da ich im nächsten Jahr in den Verpackungsberuf einsteigen möchte, empfehle ich StudienanfängerInnen und allen, die sich für ein Studium der Verpackungstechnik interessieren, einen Kurs zu belegen und es auszuprobieren! Als Guide für StudienanfängerInnen auf dem Campus weiche ich immer von der üblichen Route ab, damit die Studierenden das Verpackungslabor sehen können, denn ich möchte so viel Bewusstsein für diese Branche schaffen, wie ich kann. Ich sage den angehenden Studierenden, dass, wenn sie eine Brücke zwischen Technik und Design schlagen wollen, dies das perfekte Medium ist. Was ich an der Arbeit in der Medizinverpackungsbranche am meisten liebe, ist, dass ich Lösungen anbieten kann, die helfen, Leben zu retten und zu erhalten. Es ist ein unglaublich befriedigendes Gefühl, zu wissen, dass das, was ich tue, einen wirklichen Unterschied ausmacht.  

An meine KommilitonInnen, die ins Berufsleben eintreten: Aufgrund eurer Leidenschaft und eurem Verlangen, die Welt zu verändern, bin ich begeistert, dass ich euch zu meinen KommilitonInnen zählen darf; ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wohin uns diese Branche führt.

Sarah Webber
Praktikantin im Bereich Produktmanagement | Oliver Healthcare Packaging

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