PackTalk ist ein Blog für die medizinische Verpackungsindustrie

Interesse wecken bei den nächsten führenden Anbietern von medizinischen Verpackungen (Teil 1)


Veröffentlicht am 27. Juni 2022

Als ich vor dreißig Jahren zum ersten Mal in die Welt der Medizinprodukte-Herstellung eintrat, wurde ich von den Ingenieuren, die die sterilen Verpackungsvorgänge und Designfunktionen unterstützten, herzlich willkommen geheißen. Sie wendeten Zeit auf, um mich einzuführen, und sie hatten diese Zeit auch. Sie ließen mich Dinge tun, die für sie alltäglich geworden waren, für mich aber neu und aufregend waren. Ich durfte „scheitern“ und „nichts wissen“ – es gab Zeit zum Lernen, und sie gaben mir keine Aufgaben, die einen signifikanten Einfluss auf das Design oder die Herstellung der von uns hergestellten Medizinprodukte hätten haben können. Sie ermöglichten mir, im Laufe der Zeit dazuzulernen, und gaben mir mit zunehmendem Wachstum immer mehr Autonomie, sodass ich am Ende meiner Zeit dort ein voll einsatzfähiger Verpackungsingenieur war. Für mich war das eine sehr enge Beziehung.

Was mir damals nicht bewusst war, war, wie besonders diese ersten Erfahrungen waren und wie sehr sie mir im Laufe meiner Karriere zugutekommen würden. Es vergeht auch heute noch kaum eine Woche, in der ich nicht an etwas zurückdenke, was ich in den Anfangsjahren gelernt habe und das mir heute noch von Nutzen ist – und zwar nicht immer nur die technischen, sondern auch die menschlichen Aspekte.

Spulen wir ein paar Jahre vor… In den letzten 5 bis 10 Jahren, als ich anfing, Ingenieure einzustellen, wurde mir klar, dass meine Lernerfahrung in der Industrie zu einer Art Anomalie geworden war. Außerdem ist mir folgendes aufgefallen:

  1. Die Organisationen, für die ich arbeitete, hatten keine sterilen Verpackungslinien, Testmöglichkeiten oder Versiegelungsgeräte vor Ort; dies ist noch deutlicher geworden, seit ich bei DuPont bin, wo ich eine Vielzahl von Herstellern von Medizinprodukten treffe.

  1. Die leitenden Mitglieder des Verpackungsteams hatten nicht viel Zeit, um neueren (oder externen) Ingenieuren beim Einarbeiten zu helfen – da die Verpackungsentwicklungsabteilungen oft sehr dünn besetzt sind, waren die leitenden Mitarbeiter (falls vorhanden) bereits überlastet und hatten keine Zeit. Und 

  1. Die einzigen verfügbaren Bücher waren 20 Jahre alt – viele Informationen waren immer noch wahr, andere aber nicht. Jüngere Leute hatten keine Möglichkeit, das zu unterscheiden. Ich erkannte, dass ich vergessen hatte, was ich früher selbst einmal nicht wusste, und es ihnen so nicht auch nicht weitergeben konnte.

Es war eine Feuerprobe für die Junior-Ingenieure in einem Bereich, in dem ein Scheitern keine Option war – diese jungen Ingenieure mussten schnell lernen, was sie zu wissen hatten, und ich hatte keine großartigen Mittel, um sie dorthin zu bringen.

Zuerst hatte ich nur meine persönliche Erfahrung, die mir sagte, dass es ein Problem gab, diese jungen Berufstätigen in unsere Industrie einzuführen, und es machte mich traurig, dass ich keine Möglichkeit hatte, sie vollständig und auf eine Weise zu unterstützen, die es ihnen ermöglichen würde, sich in diese Branche ebenso zu verlieben wie ich damals.  

Im Jahr 2017 begann ich, Kontakte zu knüpfen und zu erkennen, dass es etwas „mehr“ braucht, um junge Fachkräfte in die Branche zu bringen – technisch und beruflich. Auf Branchenveranstaltungen sind mir folgende Dinge aufgefallen:

  1. Natürlich freue ich mich immer, all die Menschen wiederzusehen, die ich seit vielen Jahren kenne. Dabei können wir aber möglicherweise für Neulinge eine einschüchternde Menge sein, in die sie einzudringen versuchen. Nicht, weil wir ausschließen, sondern weil es so wenige Gelegenheiten für uns gibt, uns als Gemeinschaft zu versammeln, sodass wir, wenn die Gelegenheit da ist, einen Großteil der Zeit damit verbringen, uns untereinander auszutauschen – und uns nicht immer bemühen, integrativer zu sein und auf die Nachwuchskräfte zuzugehen. 

  1. Diejenigen, mit denen ich in dieser Branche groß geworden bin, und ich sind nicht mehr die „Jungen“ – wir sind mittlerweile die alten (Huch!). Ich kann mich erinnern, wie eingeschüchtert ich als junger Mensch war, als ich zum ersten Mal an Branchenveranstaltungen teilnahm, wo sich alle zu kennen schienen und geschlossen zusammenarbeiteten. (Es schien fast beängstigend, sich ihnen zu nähern!) 

  1. Die Branchenkollegen, mit denen ich groß geworden bin, und ich waren auch näher am Ende unserer Karriere als am Anfang, und es schien nicht so, als würden viele jüngere Fachleute nachrücken, um unsere Plätze einzunehmen.  

Mir ist auch aufgefallen, dass Verpackungen von Medizinprodukten nicht „sexy“ sind (wenn man sie aus der Perspektive „gerade aus der Schule gekommen“ betrachtet) – wir können nicht in den Laden gehen und Freunde und Familie die Verpackung zeigen, die wir entworfen haben. Unser Trumpf ist: Sobald man realisiert, dass das, was wir tun, dazu beiträgt, Menschenleben zu retten, ist es fast unmöglich, sich nicht darin zu verlieben, denn was könnte lohnender sein als das?  

Jennifer Benolken
MDM & Regulatory Specialist, Verpackungstechnik, Tyvek®, Medizinverpackung

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