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Unterschiede zwischen Guss- und Blasextrusion in der Filmherstellung verstehen

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In der Welt der Herstellung von Kunststofffilmen gibt es zwei vorherrschende Verfahren: Das Strangpressverfahren und das Blasformverfahren. Beide Techniken sind in unterschiedlichen Branchen von entscheidender Bedeutung, einschließlich der medizinischen und pharmazeutischen Verpackung. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Verfahren, Eigenschaften und Anwendungsbereiche. In diesem Artikel werden diese Unterschiede näher beleuchtet, und es wird untersucht, wie die einzelnen Verfahren im Zusammenhang mit Verpackungen für den Gesundheitsbereich eingesetzt werden.

Extrusionsverfahren

Beide Extrusionsverfahren beginnen mit dem Schmelzen von Kunststoffharzen in den Extrudern. Bei der Strangpressextrusion wird der geschmolzene Kunststoff auf gekühlten Walzen schnell abgekühlt und verfestigt sich zu einem dünnen, flachen Film.  

Beim Blasformen wird geschmolzener Kunststoff durch eine kreisförmige Düse extrudiert, um einen Schlauch zu bilden. Anschließend wird Luft vertikal in den Schlauch geblasen, wodurch er sich zu einer Blase ausdehnt. Bei diesem Aufblasvorgang wird die Blase gleichzeitig in Längsrichtung (entlang der Länge der Blase) und etwas in Querrichtung (über die Breite der Blase) gedehnt. Dies führt zu einer biaxialen Ausrichtung des Films. Am oberen Ende der Maschine wird die Blase gekühlt und fällt zu einem flachen Film zusammen. 

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Eigenschaftenvergleich 

Beide Verfahren können verwendet werden, um die gleichen Filmstrukturen wie PA (Polyamid), PE (Polyethylen) und EVOH (Ethylenvinylalkohol) herzustellen, aber es gibt einige Unterschiede in den Eigenschaften des Films, die Sie dazu veranlassen könnten, ein Extrusionsverfahren dem anderen vorzuziehen. Das eine ist nicht unbedingt besser als das andere, aber basierend darauf, welche Eigenschaften Sie benötigen, könnten Sie eher zu dem per Strangpressverfahren oder dem per Blasformverfahren hergestellten Film tendieren.

Beispielsweise sind mit dem Strangformverfahren hergestellte Filme für ihre hervorragende Klarheit und ihren Glanz bekannt, was auf den raschen Abkühlungsprozess zurückzuführen ist. Per Blasformverfahren hergestellte Filme dagegen kühlen langsamer ab, was einen trüberen Film zur Folge hat.

In Bezug auf die Gleichmäßigkeit der Dicke zeichnen sich stranggepresste Filme durch ihre hohe Gleichmäßigkeit aus. Blasgeformte Filme können leichte Abweichungen in der Dicke aufweisen, obwohl moderne Technologien dieses Problem erheblich minimiert haben. Die Gleichmäßigkeit der Dicke ist bei Filmen für medizinische Verpackungen wichtig, da sie gleichbleibende Barriereeigenschaften über den gesamten Film gewährleistet, was für die Aufrechterhaltung der Sterilität und den Schutz von Medizinprodukten und pharmazeutischen Produkten vor Kontamination unerlässlich ist. Eine gleichmäßige Dicke garantiert außerdem eine zuverlässige mechanische Festigkeit und verringert das Risiko von Rissen oder Durchstichen, die die Unversehrtheit der Verpackung beeinträchtigen könnten.

Bei der Flexibilität haben blasgeformte Filme einen Vorteil. Sie sind flexibler als Strangpressfilme und eignen sich daher besser für Anwendungen, die eine hohe mechanische Belastbarkeit erfordern. Außerdem können blasgeformte Filme dünner hergestellt werden, ohne dass sie an Festigkeit und Flexibilität verlieren. Das kann zu Kosteneinsparungen führen, weil weniger Material verbraucht wird, ohne dass die Leistung beeinträchtigt wird.

Anwendungen in der Medizinverpackung 

Beide Extrusionsverfahren ermöglichen die Herstellung von Filmen, die sich in medizinischen oder pharmazeutischen Verpackungen verwenden lassen.

Typische Einsatzbereiche für Strangpressfilme: 

  • Anwendungen mit Tiefziehfolien: Strangpressfilme werden aufgrund ihrer Klarheit und ihrer Fähigkeit, tiefgezogen zu werden, häufig in Tiefziehfolienverpackungen verwendet.
  • Sterile Barrieren: Durch ihre gleichmäßige Dicke und guten Barriereeigenschaften eignen sich Strangpressfilme für sterile Barrieresysteme, bei denen Beutelfilme oder Deckfilme zum Einsatz kommen.  
  • IV-Beutel: Die Festigkeit und Klarheit von Strangpressfilmen machen sie ideal für IV-Beutel, bei denen eine visuelle Inspektion der Flüssigkeit entscheidend ist.

Typische Einsatzbereiche für blasgeformte Filme: 

  • Beutel: Blasgeformte Filme werden häufig für medizinische und pharmazeutische Beutel verwendet, da sie eine überlegene Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Durchstechen aufweisen, was die Sicherheit und Integrität des Inhalts gewährleistet.
  • Verpackungsmaterialien: Ihre Flexibilität und Zähigkeit machen blasgeformte Filme ideal für die Verpackung steriler Instrumente und Verbrauchsmaterialien.
  • Kaschierfilme: Aufgrund ihrer überlegenen Festigkeit und Flexibilität werden blasgeformte Filme für das Kaschieren in der Extrusions- oder Klebekaschierung verwendet. Ihre guten Barriereeigenschaften, kombiniert mit modernen Herstellungsmethoden für Dickenhomogenität, machen sie ideal für die Herstellung robuster, mehrschichtiger Laminate in Verpackungsanwendungen.

Sowohl das Strangpress- als auch das Blasformverfahren bieten einzigartige Vorteile und werden je nach den spezifischen Anforderungen der Anwendung gewählt. Bei Medizinverpackungen hängt die Wahl zwischen Strangpress- und blasgeformten Filmen von Faktoren wie Klarheit, Festigkeit und Flexibilität ab. Durch das Verständnis der unterschiedlichen Eigenschaften jedes Extrusionsverfahrens können Hersteller die strengen Anforderungen einer Medizinverpackung besser erfüllen und so die Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte gewährleisten. Ob es sich um die hohe Klarheit und Gleichmäßigkeit von Strangpressfilmen oder die überlegene Festigkeit und Flexibilität von blasgeformten Filmen handelt – beide Technologien spielen eine wesentliche Rolle in medizinischen Verpackungslösungen.

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